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Untersuchung von Sportlern

Wer benötigt eine Sportkardiologische Untersuchung?

Wer Leistungssport betreibt sollte eine Sportkardiologische Untersuchung durchführen lassen, egal ob der Leistungssport auf Olympia oder „privatem“ Niveau durchgeführt wird, denn es sterben nicht unbedingt die Schnellsten während eines Marathons, es kann jeden treffen. Ziel der Untersuchung ist es, angeborene oder erworbene Herzkrankheiten, welche zu lebensbedrohlichen Komplikationen bis hin zum plötzlichen Herztod führen können, frühzeitig zu erkennen.

Prinzipiell ist zwischen jungen Sportlern ab 14 Jahren und älteren (Wieder-)Einsteigern zu unterscheiden. Erstere benötigen ein generelles Screening
, Letztere müssen in der Regel weitergehend abgeklärt werden.

Wer Sport nur zum abnehmen oder aus reiner Freude macht sollte sich untersuchen lassen, wenn er nie oder länger keinen Sport gemacht hat. Insbesondere Übergewichtige, Raucher, Personen mit Bluthochdruck und Personen mit  Familienangehörigen, welche früh einen Herzinfarkt  oder einen Hirnschlag erlitten haben.

Wer mit dem Sport beginnt und Symptome wie Atemnot, Druck auf der Brust oder ungewöhnliches Herzklopfen verspürt sollte sich bei einem sporterfahrenen Kardiologen untersuchen lassen. Wenn eine Erkrankung des Herzens ausgeschlossen werden kann erhält man wertvolle Tipps wie das Training durchgeführt werden sollte um die beklagten Symptome zu vermeiden.

Junge Leistungssportler

Generell sind bei gesunden Leistungssportlern ab 14 Jahren die Erhebung der Anamnese mittels Fragebogen sowie die Durchführung einer körperlichen Untersuchung und eines Ruhe-EKGs empfohlen. Findet sich bei dieser Untersuchung eine Anomalie, so muss dies weiter abgeklärt werden.

Der plötzliche Herztod beim Sportler ist sehr selten, trifft jedoch junge Menschen, welche mitten im Leben stehen. Die häufigsten chronischen Ursachen des plötzlichen Herztodes bei Sportlern sind Kardiomyopathien (in der Regel angeborene Herzmuskelerkrankungen) und  Anomalien der Blutversorgung des Herzens (Koronaranomalien, vorzeitige Arteriosklerose). Diese Erkrankungen können mit einer Bildgebenden Untersuchung (Echokardiographie) und einem Belastungs-EKG 
frühzeitig erkannt werden.

Wie häufig?

Wer regelmässig Sport zum fit bleiben treibt, muss sich nicht ständig untersuchen lassen. Er merkt es in der Regel, wenn neue Symptome auftreten und sollte sich dann prompt untersuchen lassen.

Leistungs- und Wettkampfsportler sollten jedoch regelmässig untersucht werden, da sich gewisse Erkrankungen erst im Laufe des Lebens ausbilden. Gemeint sind in erster Linie die Kardiomyopathien bei jungen Sportlern aber auch die Koronare Herzkrankheit. Es ist immer wieder überraschend, welches Ausmass einer koronaren Herzkrankheit von einem gut trainierten Sportler toleriert wird, ohne dass dieser über Angina pectoris (Druck auf der Brust) klagt.

Während Mitglieder eines Leistungssport- Vereins vom Verband zur Untersuchung gesandt werden, geschieht dies bei den tausenden Marathonläufer und Alpenpässe erstürmenden Rennradfahrern nicht, das Risiko ist bei beiden jedoch gleich gross. Die Verantwortung liegt hier beim Sportler selbst. Die Angst vor den Kosten der Untersuchung ist in der Regel nicht gerechtfertigt, da die Krankenkassen bei weiterführenden Untersuchungen verpflichtet sind, die Leistungen zu übernehmen.

Nochmals: wer bezahlt?

In der Schweiz ist eine prophylaktische Sportmedizinische Untersuchung keine Leistungspflicht der Krankenkasse. Verspürt der Sportler jedoch beim Sport Symptome, müssen die Kosten der Untersuchung natürlich von der Krankenkasse übernommen werden.

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