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Atemnot bei Sportlern

Wer sich bewegt braucht mehr Sauerstoff, wenn dieser nicht genügend schnell „angeliefert“ wird, verspürt der Sportler Atemnot (Dyspnoe).

Der Weg des Sauerstoffs aus der Atemluft über die Luftwege in die Lunge, von dort in die Kapillargefässe, ins Blut, aufs Hämoglobin führt angetrieben vom Herzen via den grossen Gefässen schliesslich in die Kapillargefässe der Muskulatur. Diese Gefässe versorgen jede einzelne Muskelzelle und ermöglichen die Bereitstellung der Energie durch aerobe (Sauerstoffverbrauchende) Prozesse in den Mitochondrien. Der komplexe physikalische und biochemische Prozess  birgt viele zu überwindende Hürden. Auf jeder Ebene können Probleme zu einer Einschränkung der Sauerstoffversorgung der Muskulatur (Skelet- oder Herzmuskulatur) führen, was sich bei zunehmender Belastung in Atemnot äussert.

Wer unter Belastung Atemnot verspürt sollte einen Kardiologen aufsuchen. Durch die Untersuchung des Herzens und der Lunge sowie des Blutes lässt sich die Ursache der Atemnot finden. Bei Sportlern sind häufig Rhythmusstörungen die Ursache, aber auch eine koronare Herzkrankheit kann sich lediglich in einer Atemnot äussern, ohne dass diese vonAngina pectoris (Druck auf der Brust) begleitet wäre. Seltenere Ursachen sind Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien, auch als Folge von Doping) und z.B. ein Lungenhochdruck.

Einige der Herzklappenfehler (z.B. die Aorteklappeninsuffizienz, z.B bei einer bikuspiden Aortenklappe) führen sehr spät zu Symptomen. Meist zu Atemnot und Beinödemen („Wasser in den Beinen“). Sie sind auch bei Leistungssportlern zu finden und können nur durch eine kardiologische Untersuchung (Echokardiographie) ausgeschlossen werden.

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