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Autofahren und Synkopen

„Ich möchte so friedlich im Schlaf sterben wie mein Grossvater, und nicht schreiend wie die Passagiere die auch noch im Wagen waren“
- George Burns

Verkehrsunfälle sind mit die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Obwohl es einleuchtend erscheint, dass Personen die an Synkopen leiden nicht Autofahren sollten, ist dies ein häufiger Streitpunkt zwischen Arzt und Patient.
Viele Personen erachten ihr Recht Auto zu fahren als ein Grundrecht und fühlen sich ohne Auto als schwerst eingeschränkt.
Konflikte betreffend des Autofahrens können zu schweren Störungen im Verhältnis Arzt-Patient führen. Oftmals führt es dazu das Patienten sich neue Ärzte suchen. Häufig wird der Patient auch einfach die Aussagen des Arztes ignorieren und weiter Autofahren. Wer jedoch an Synkopen leidet und weiterhin Auto fährt, riskiert nicht nur sein eigenes Leben sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer.

Bei der Begutachtung eines Patienten mit der Frage nach Fahrtauglichkeit gibt es verschiedene Aspekte die beurteilt werden müssen.

 

  • Wie Häufig kommt es zu Synkopen?
  • Wie wahrscheinlich ist eine Synkope während des Fahrens?

  • Hat der Patient Prodromi (Vorzeichen)?
  • Wieviel Zeit bleibt zwischen Prodromi und Synkope?

  • Wie häufig fährt der Patient mit dem Auto?

  • Wird der Patient die Anweisungen des Arztes befolgen?

     

    Um das individuelle Risiko eines Patienten abschätzen zu können, liste ich hier einige mir wichtig erscheinende Fakten auf.

     

    In den USA sterben jährlich 40`000 Menschen im Strassenverkehr. Es wird vermutet, dass weniger al 0.1% und somit weniger als 40 dieser Personen aus medizinischen Gründen einen Autounfall erleiden. Würden alle Leute sich beim Autofahren anschnallen, keinen Alkohol trinken und würden jugendliche nicht Autofahren, so würde dies viel mehr Leben retten als wenn man alle Synkopenpatienten das Autofahren verbietet. Auch dies ist ein Aspekt der in Betracht gezogen werden muss. Allerdings werden Synkopen-Patienten den Grund ihrer Synkope kaum jemals angeben, somit könnte ein deutlicher Teil der Verkehrsunfälle durch Synkopen bedingt sein, ohne dass man davon weiss.
    Das Risiko für Patienten die an neurokardiogenen Synkopen leiden, eine solche während des Fahrens zu erleben wird in Studien mit 0.33% pro Fahrer pro Jahr angegeben. Das Risiko sich dabei zu verletzen wird mit 0.13% pro Jahr angegeben. Die kanadische Herzgefäss-Gemeinschafft (CCS) schätzt das Risiko an einer Synkope zu sterben oder andere während einer Synkope zu verletzen für Autofahrer mit 0.005% ein.
    Das Risiko für Patienten mit Synkopen Auto zu fahren schwankt deutlich zwischen mit der Häufigkeit und Länge der Autofahrten. Ausserdem besteht ein  grosser Unterschied zwischen dem Risiko je nach dem ob die Patienten auf der Autobahn oder in der Stadt fahren.
    Patienten mit implantierten Defibrilatoren (ICD) haben je nach Bösartigkeit ihrer Rhythmusstörungen ein unterschiedlich hohes Risiko. Hier besteht grundsätzlich ein Fahrverbot von 6 Monaten in denen der Patient anfallsfrei sein muss. In der Regel darf der Patient danach wieder Auto fahren.


    Obwohl man während des Autofahrens ruhig sitzt, darf der psychische Stress der während des Auto-fahrens auftritt nicht unterschätzt werden. Ähnlich wie bei komplexen mathematischen Aufgaben kann das Autofahren eine myokardiale Ischämie auslösen und den autonomen Tonus verändern. Studien haben gezeigt, dass Rennfahrer während des Rennens Herzfrequenzen bis über 200 haben. Auch im normalen Stadtverkehr kann es während des Fahrens zu Frequenzen über 140 Schläge/min kommen. Autofahren wurde mit Extrasystolie assoziiert. Schnelle oder langsame Rhythmusstörungen traten jedoch in den Untersuchungen während des Autofahrens nicht auf. Die in Europa geltenden Richtli-nien sind in den unten angegebenen Guidelines genauestens aufgeführt. Im weiteren finden Sie einen Link auf die Seite für Verkehrsmedizin des Institus der Rechtsmedizin. Sie finden dort genaue Angaben betreffend der in der Schweiz geltenden Richtlinien

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